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Die Sache mit dem Treibstoffpreis

Kaum etwas erhitzt die Gemüter der heimischen Autofahrer so sehr wie der Treibstoffpreis, denn er ist nach herrschender Meinung prinzipiell immer zu hoch. Allerdings ist der Spielraum der österreichischen Mineralölhändler äußerst gering, was die Preisgestaltung betrifft: Für jeden Euro, den Sie tanken, fließen 55 Cent an das Finanzministerium und weitere 37 Cent in die Förderung, den Transport und die Veredelung des Rohöls zu hochwertigen Treibstoffen sowie in die Lagerung. Bleiben also 8 Cent pro Euro für die Tankstellenbetreiber, die aus dieser Summe die laufenden Kosten für Personal, Wartung, Umwelttechnik etc. abdecken müssen. Österreichs Spritpreise unter dem EU-Schnitt Trotz der geringen Möglichkeiten, von Österreich aus die Preise zu beeinflussen, liegt der Treibstoffpreis in der Alpenrepublik im europäischen Vergleich seit Jahren unter dem Durchschnitt. Aktuell – Anfang Mai 2010 – tanken Sie am teuersten in den Niederlanden (Super EUR 1,53/l) bzw. in Norwegen (Diesel EUR 1,47/l) und am billigsten auf Zypern (Super EUR 1,04/l bzw. 0,98 EUR/l). Da der österreichische Treibstoffpreis auch unter jenem vieler ehemaliger Ostblockländer liegt, ist unser Land zu einer beliebten Tank-Stelle für europäische Fernfahrer geworden, die auf der Durchreise ihre Tanks mit bis zu 2.000 l Diesel pro Tankung befüllen. Rund 1 Milliarde Euro fließt auf diese Weise jährlich in den rot-weiß-roten Staatshaushalt, rechnet der Autofahrerclub ÖAMTC in seiner Mitgliederzeitung „Auto Touring“ vom Mai 2010 vor. Würde die Mineralölsteuer (MöSt) in Österreich angehoben, dann würde sich der Staat das Geld von den heimischen Autofahrern holen. „Ein Nullsummen-Spiel“, resümiert der ÖAMTC, der die Erhöhung der MöSt ablehnt. Und so können Sie selbst die Benzinkosten senken Auch für Sie als Autofahrer gibt es einige Möglichkeiten, Ihre Benzinkosten zu senken, nämlich indem Sie bei Ihren Fahrten folgendes berücksichtigen:

  • Immer auf Vollgas und Vollbremsung zu fahren, frisst Sprit und kommt daher teuer. „Gleiten statt Hetzen“ und niedertouriges Fahren dagegen schonen die Geldbörse.
  • Gehören Sie auch zu den Leuten, die unnötigen Ballast geladen haben? Mehr Gewicht im Kofferraum bedeutet mehr Kraftaufwand für das Auto und mehr Geld fürs Tanken. – Und: Die 50 l-Säcke mit Blumenerde haben nichts davon, wenn Sie sie spazieren führen … 
  • Reibungsflächen minimieren: Unbenötigte Dachträger, aber auch offene Fenster erhöhen den Luftwiderstand des Autos. Und zu wenig Luft im Reifen steigert den Rollwiderstand. Also: Dachträger abmontieren, wenn Sie sie nicht benötigen. Und bei Ihrem nächsten Besuch bei IQ können Sie gleich auch den Reifendruck kontrollieren.

Gute Fahrt!

Die Sache mit dem Treibstoffpreis
 
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